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  |  26. März 2020

Büromarkt mit Neuvermietungsrekord

Periphere im Fokus

Im Jahr 2019 sind in Berlin 1,07 Millionen Quadratmeter Gewerbefläche neuvermietetet worden – ein Rekordwert auf dem Berliner Büromarkt. Der bisherige Spitzenwert aus 2017 wurde damit um sechs Prozent übertroffen. Gleichzeitig sank die Leerstandsquote im vierten Quartal nochmals auf nun 1,3 Prozent (Q3 2019: 1,4 Prozent). Die Spitzenmiete stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um einen Euro auf 39 Euro pro Quadratmeter, die Spitzenrendite gab in Folge der hohen Nachfrage weiter nach auf 2,6 Prozent.

„Berlin ist mit seinem hohen Neuvermietungsvolumen und der Mietenentwicklung der dynamischste Bürostandort unter den deutschen A-Städten. Die Nachfrage am Markt ist real: Durch die niedrige Leerstandsquote kann man in der Hauptstadt von einer Vollvermietung sprechen“, sagt Marcus Buder, Bereichsleiter für Gewerbliche Immobilienfinanzierung bei der Berliner Sparkasse.

Periphere Bürostandorte rücken langsam in den Fokus
Unternehmen, die sich in Berlin ansiedeln wollen oder innerhalb der Hauptstadt einen Umzug planen, haben es zunehmend schwer bei der Suche nach geeigneten Räumen: Die Flächenknappheit trifft auf einen starken Nachfrageüberhang. „Weil es an Neubaumöglichkeiten mangelt und die Mieten für Büroflächen gerade im Zentrum deutlich zugelegt haben, gewinnen inzwischen Bürostandorte in dezentralen Lagen an Relevanz“, sagt Buder.

Gemischte Nutzung und Verkehrsanbindung entscheidend
Der aktuelle Marktbericht beleuchtet, woran Finanzierer und Projektentwickler die Qualität peripherer Standorte bemessen. Zu den Gütekriterien zählen demnach eine gute bis sehr gute ÖPNV-Anbindung sowie ein bunter Mix aus Büro- und Wohngebäuden, Einzelhändlern und Hotels. Auch die Erreichbarkeit für den motorisierten Individualverkehr, ein möglichst breites Dienstleistungs- und Versorgungsangebot und die Gestaltung mit Grün- und Erholungsflächen machen dem Bericht zufolge einen wettbewerbsfähigen Standort aus.

„An den Entwicklungen in Gemeinden wie Falkensee und Stahnsdorf im Berliner Umland lässt sich ablesen, dass sich die Nachfrage außerhalb des Stadtgebiets derzeit vor allem auf etablierte Gewerbestandorte und bahnhofsnahe Areale konzentriert. Hohes Potenzial als Verkehrsknotenpunkt innerhalb Berlins hat zum Beispiel der Jakob-Kaiser-Platz“, sagt Buder.
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